CrosstelaStichlexikonÜberfangstich und Auflegearbeit
Überfangstich: so geht’s
Ein dicker Faden wird auf die Oberfläche gelegt und von kleinen Stichen eines feineren festgehalten. So stickt man alles, was nicht durch den Stoff geht – Metallfaden, Kordel, Wolle. Gearbeitet wird in 4 Durchgängen: Bei jeder ungeraden Nummer stichst du aus, bei der geraden danach ein.
- Gut für
- Kontur, Füllung, Buchstaben
- Schwierigkeit
- 2 von 3 · mittel
- Durchgänge
- 4
- Größe
- 4 × 2 Kästchen
- Auch genannt
- Auflegearbeit, Überfangstich
Ungerade Nummern: Hier sticht du aus. Gerade Nummern: Hier sticht du ein.
Der Stoff umgedreht: der Weg des Fadens von jedem Einstichloch zum nächsten Ausstichloch. Wo er beginnt und vernäht wird, ist nicht gezeigt.
Das Raster dient nur dazu, das Diagramm zu lesen. Dieser Stich wird nicht gezählt: Sticke ihn entlang einer auf den Stoff gezeichneten Linie, mit Stichen, deren Länge zu deinem Garn und zur Kurve passt.
Wofür man ihn braucht
Für Konturen und Linien und zum Füllen von Flächen, in der freien Stickerei und in der Goldstickerei.
Schritt für Schritt
- Der dicke Faden wird über die ganze Linie gelegt – er geht nur an seinen beiden Enden in den Stoff.
- Jetzt der zweite, feinere Faden: Ein kurzer Stich quer über den aufgelegten Faden drückt ihn an den Stoff.
- Der zweite Haltestich. Halte den Abstand gleichmäßig – er wird sichtbar sein.
- Der dritte Haltestich. In einer Kurve rücken die Haltestiche enger zusammen, sonst schneidet der aufgelegte Faden die Kurve ab.
Fertig. Der aufgelegte Faden bleibt ganz auf der Oberfläche – genau deshalb wird Goldstickerei so gearbeitet.
Tipps und typische Fehler
- Gearbeitet wird über einer Unterlage: Lege zuerst die Unterlagestiche, und lege sie gleichmäßig.