CrosstelaStichlexikonÜberfangstich und Auflegearbeit
Jacobean-Gitterstich: so geht’s
Lange, diagonal zu einem Rautengitter gelegte Fäden, jede Kreuzung mit einem kleinen aufrechten Stich gebunden und ein Knoten in jeder Raute. In 15 Durchgängen: Du stichst bei jeder ungeraden Zahl aus und bei der folgenden geraden wieder ein.
- Schwierigkeit
- 2 von 3 · mittel
- Durchgänge
- 15
- Auch genannt
- Diagonales Auflegegitter, Gitterfüllung
Ungerade Nummern: Hier sticht du aus. Gerade Nummern: Hier sticht du ein.
Der Stoff umgedreht: der Weg des Fadens von jedem Einstichloch zum nächsten Ausstichloch. Wo er beginnt und vernäht wird, ist nicht gezeigt.
Das Raster dient nur dazu, das Diagramm zu lesen. Dieser Stich wird nicht gezählt: Sticke ihn entlang einer auf den Stoff gezeichneten Linie, mit Stichen, deren Länge zu deinem Garn und zur Kurve passt.
Wofür man ihn braucht
Früchte, Blumenmitten und die großen Blätter von Crewel-Entwürfen, wo das offene Gitter und die Kontrastpunkte mit sehr wenig Stickerei eine reiche Wirkung geben.
Schritt für Schritt
- Lege lange parallele Fäden diagonal, gleichmäßig verteilt, auf einer Kante der Form nach oben und auf der anderen nach unten.
- Lege dieselben Fäden auf der entgegengesetzten Diagonale, sodass die beiden Scharen Rauten bilden. Halte die Fäden flach und ungedreht.
- Binde mit einem zweiten Faden jede Kreuzung mit einem kleinen aufrechten Stich: gerade genug, um sie zu halten, nicht mehr. Fest ziehen verzieht das Gitter.
- Setze in die Mitte jeder Raute einen Französischen Knoten: Wickle den Faden um die Nadel und stich direkt neben der Ausstichstelle ein. Ein Saatstich oder eine kleine freie Kette kann ihn ersetzen.
Tipps und typische Fehler
- Haltestiche, die so fest gezogen sind, dass sie die Fäden an jeder Kreuzung biegen: Die Rauten verziehen sich.
- Zu viele Fäden in eine kleine Form drängen: Für die Knoten bleibt kein Platz. Wähle den Abstand zuerst, mit den Knoten im Sinn.