Crosstela Stichlexikon Handbuch

CrosstelaStichlexikonÜberfangstich und Auflegearbeit

Bayeux-Stich: so geht’s

Lange aufgelegte Fäden, die in Abständen von einzelnen quer darübergelegten Fäden festgehalten werden, die ihrerseits mit winzigen Stichen angebunden sind. Es ist die Füllung des berühmten Teppichs von Bayeux. In 19 Durchgängen: Du stichst bei jeder ungeraden Zahl aus und bei der folgenden geraden wieder ein.

Familie
Überfangstich und Auflegearbeit
Gut für
Füllung
Schwierigkeit
2 von 3 · mittel
Durchgänge
19
Auch genannt
Anlegetechnik, Refilsaumur
Animiertes Diagramm: Bayeux-Stich Durchgang 1 von 1919 Durchgänge

Das Raster dient nur dazu, das Diagramm zu lesen. Dieser Stich wird nicht gezählt: Sticke ihn entlang einer auf den Stoff gezeichneten Linie, mit Stichen, deren Länge zu deinem Garn und zur Kurve passt.

Wofür man ihn braucht

Große Figuren, Tiere und Hintergründe füllen, mit sehr wenig Faden auf der Rückseite. Die Ränder werden meist mit einem Konturstich abgeschlossen.

Schritt für Schritt

  1. Fülle die Form mit Anlegearbeit: lange Stiche auf und ab nebeneinander, alle im selben Winkel; der Faden auf der Rückseite macht nur kleine Sprünge entlang der Ränder.
  2. Nun quert ein Faden sie alle: aus an einer Kante der Form, im rechten Winkel gerade über die aufgelegten Fäden und an der gegenüberliegenden Kante wieder ein. Hier ist er in einer zweiten Farbe, damit du ihn unterscheiden kannst.
  3. Kehre an ihm zurück und befestige ihn mit winzigen Bindestichen in gleichen Abständen, jeweils auf der einen Seite des Fadens aus und auf der anderen ein. So gebunden hält der eine Faden jeden aufgelegten Faden an seinem Platz.
  4. Lege den nächsten einzelnen Faden weiter hinten auf und binde ihn genauso, mit den Bindestichen zwischen denen der letzten Reihe oder, wenn du magst, in einer Linie mit ihnen.

Auf der Rückseite sind kurze Stiche rund um den Rand der Form und kleine dort, wo die einzelnen Fäden gebunden wurden; kein langer Faden quert sie. So erkennst du den Stich.

Tipps und typische Fehler

  • Einzelne Fäden mit zu großem Abstand: Die aufgelegten Fäden heben sich und bleiben dazwischen hängen. Eine Fingerbreite oder weniger ist sicherer.
  • Bindestiche, die fest angezogen sind: Sie sinken in die aufgelegten Fäden und bilden Dellen. Sie sollen den Faden nur festhalten.
  • Die aufgelegten Fäden innerhalb einer Form den Winkel ändern lassen: Das Licht bricht sich quer darüber. Lege den Winkel zuerst fest.