CrosstelaStichlexikonGoldstickerei
Rechtwinklige Ecke im Gold-Überfangstich: so geht’s
Ein Paar Goldfäden, durch einen scharfen rechten Winkel gelenkt, mit einem Schrägstich über jedem Faden genau an der Biegung. In 13 Durchgängen: Du stichst bei jeder ungeraden Zahl aus und bei der folgenden geraden wieder ein.
- Familie
- Goldstickerei
- Gut für
- Kontur, Buchstaben
- Schwierigkeit
- 3 von 3 · fortgeschritten
- Durchgänge
- 13
- Auch genannt
- Überfangen um einen rechten Winkel, Ecke im Gold arbeiten
Ungerade Nummern: Hier sticht du aus. Gerade Nummern: Hier sticht du ein.
Der Stoff umgedreht: der Weg des Fadens von jedem Einstichloch zum nächsten Ausstichloch. Wo er beginnt und vernäht wird, ist nicht gezeigt.
Das Raster dient nur dazu, das Diagramm zu lesen. Dieser Stich wird nicht gezählt: Sticke ihn entlang einer auf den Stoff gezeichneten Linie, mit Stichen, deren Länge zu deinem Garn und zur Kurve passt.
Wofür man ihn braucht
Quadrate, Buchstaben, heraldische Formen und Bordüren, überall, wo das Gold scharf die Richtung wechseln muss.
Schritt für Schritt
- Lege dein Paar Goldfäden entlang der ersten Seite, vom Außenrand der Form zur Mitte arbeitend.
- Überfange das Paar in gleichmäßigen Abständen an dieser Seite mit einem einzelnen gewachsten Faden, jeder Stich im rechten Winkel zum Gold.
- Dreh das Gold in der Ecke mit einem Legewerkzeug scharf um eine Vierteldrehung. Nun muss das Paar getrennt gehalten werden: ein Schrägstich über den äußeren Faden an seiner Ecke, dann einer über den inneren Faden an seiner Ecke. Jeder Stich läuft entlang der Diagonale seiner Ecke.
- Arbeite an der zweiten Seite weiter und überfange das Paar wieder gemeinsam im selben Abstand.
Tipps und typische Fehler
- Eine gerundete Ecke: Die Biegung braucht ihre zwei getrennten Schrägen und einen Schub mit dem Mellor, um scharf zu bleiben.
- So scharf biegen, dass der Kern durch das umwickelte Gold scheint. Drücke die Biegung, knicke sie nicht.
- Ein einzelner Stich über beide Fäden in der Ecke: Der innere rutscht hoch. Jeder bekommt seinen eigenen.