Crosstela Stichlexikon Handbuch

CrosstelaStichlexikonLangetten- und Knopflochstiche

Knopflochstich: so geht’s

Derselbe Schlingenstich wie der Langettenstich, aber mit nebeneinander stehenden, sich berührenden Beinen, sodass eine Kante eine feste Rollkante ist und kein Stoff dazwischen zu sehen ist. In 12 Durchgängen: Du stichst bei jeder ungeraden Zahl aus und bei der folgenden geraden wieder ein.

Familie
Langetten- und Knopflochstiche
Gut für
Einfassung, Füllung, Bordüre
Schwierigkeit
1 von 3 · einfach
Durchgänge
12
Auch genannt
Dichter Stich, Knopflochplattstich, Doppelter Überwendlingsstich
Animiertes Diagramm: Knopflochstich Durchgang 1 von 1212 Durchgänge

Das Raster dient nur dazu, das Diagramm zu lesen. Dieser Stich wird nicht gezählt: Sticke ihn entlang einer auf den Stoff gezeichneten Linie, mit Stichen, deren Länge zu deinem Garn und zur Kurve passt.

Wofür man ihn braucht

Kanten, die nicht ausfransen dürfen: Ausschnittstickerei, Bögen, Augen und Applikationen. Er füllt auch kleine Formen, wie Plattstich mit Kordelkante. Wo der Langettenstich für einen weichen Deckensaum weit gesetzt wird, ist der Knopflochstich für die Festigkeit eng gepackt.

Schritt für Schritt

  1. Arbeite von links nach rechts zwischen zwei Linien. Die äußere Linie, an der die Rollkante liegen soll, ist hier unten. Stich dort aus und an der inneren Linie ein wenig rechts ein, den Faden locker lassen.
  2. Stich an der äußeren Linie direkt unter dem Einstich aus, innerhalb der Schlinge. Halte die Nadel dort und zieh die Lockerheit von der Rückseite nach oben, sodass der Faden an der Kante liegt. Zieh durch.
  3. Mach weiter, jedes Bein berührt das davor, ohne Stoff dazwischen. Nur der Abstand trennt ihn vom Langettenstich: Halte ihn so eng, dass die Rollkante an der Kante ununterbrochen ist.
  4. Mach über die letzte Schlinge, an der äußeren Linie, einen kleinen Haltestich.

Tipps und typische Fehler

  • Beine ungleicher Länge: Die innere Linie wird zum Zickzack. Zeichne beide Linien vor, bis deine Hand die Höhe hält.
  • Die Beine so drängen, dass sie übereinanderreiten: Die Rollkante verdreht sich, und der Stoff kräuselt sich. Berühren genügt.
  • Der Faden oben auf der Nadel statt darunter: Die Kante hat keine Rolle, und das Bein zieht sich einfach heraus.