Crosstela Stichlexikon Handbuch

CrosstelaStichlexikonPlattstich und Schattierung

Plattstich: so geht’s

Gerade Stiche, Seite an Seite, Kante an Kante, bis sie eine kleine Form mit einer glatten, glänzenden Fläche bedecken. In 13 Durchgängen: Du stichst bei jeder ungeraden Zahl aus und bei der folgenden geraden wieder ein.

Familie
Plattstich und Schattierung
Gut für
Füllung, Blumen, Buchstaben
Schwierigkeit
2 von 3 · mittel
Durchgänge
13
Auch genannt
Damaststich, Flacher Plattstich, Point de satin
Animiertes Diagramm: Plattstich Durchgang 1 von 1313 Durchgänge

Das Raster dient nur dazu, das Diagramm zu lesen. Dieser Stich wird nicht gezählt: Sticke ihn entlang einer auf den Stoff gezeichneten Linie, mit Stichen, deren Länge zu deinem Garn und zur Kurve passt.

Wofür man ihn braucht

Blütenblätter, kleine Blätter, Punkte, Monogramme und alles, was als massive Farbe glänzen soll. Halte die Formen klein: Ein Stich, länger als etwa einen Zentimeter, bleibt hängen und sackt durch, und dann leistet der Verlaufsstich bessere Arbeit.

Schritt für Schritt

  1. Stich an einer Kante der Form aus und an der gegenüberliegenden Kante ein, genau auf der gezeichneten Linie. Dieser erste Stich legt den Winkel für alle weiteren fest, wähle ihn also, bevor du anfängst: Eine Schräge zeigt den Glanz besser als eine gerade Linie quer.
  2. Stich direkt neben dem ersten Stich auf der Seite aus, von der du begonnen hast – nicht in dem Loch, in das du eben eingestochen hast – und daneben an der fernen Kante ein. Der Faden auf der Rückseite läuft ebenfalls hinüber, weshalb dieser Stich so viel Faden braucht und auf beiden Seiten fast gleich aussieht.
  3. Arbeite quer über die Form weiter, jeder Stich berührt den letzten, ohne Lücken und ohne Überlappungen. Lass die Nadel der gezeichneten Kante folgen: Die Kante entsteht nur dadurch, wo die Stiche enden.

Tipps und typische Fehler

  • Fest ziehen: Die Stiche sinken in den Stoff, der Stoff kräuselt sich, und der Glanz geht verloren. Lege den Faden ab, zerr nicht daran.
  • Den Winkel quer über die Form abdriften lassen. Markiere zuerst ein paar Hilfslinien; in einer Kurve drehe den Winkel allmählich, ein wenig pro Stich.
  • Eine gezackte Kante: Jeder Stich muss genau auf der Linie aus- und eingestochen werden. Eine Kontur aus Spaltstich unter der Kante macht es weit einfacher.
  • Für den Faden zu lange Stiche: Über etwa einen Zentimeter bleiben sie hängen und sacken durch. Nimm stattdessen den Verlaufsstich.