Crosstela Stichlexikon Handbuch

CrosstelaStichlexikonKettenstiche

Rosettenkettenstich: so geht’s

Eine Reihe langer verdrehter Schlingen nebeneinander, ihre Spitzen entlang einer Linie wie ein kleiner Zopf verflochten. In 4 Durchgängen: Du stichst bei jeder ungeraden Zahl aus und bei der folgenden geraden wieder ein.

Familie
Kettenstiche
Gut für
Bordüre, Einfassung, Blumen
Schwierigkeit
3 von 3 · fortgeschritten
Durchgänge
4
Auch genannt
Perlenkantenstich, Zopfstich (in manchen Büchern)
Animiertes Diagramm: Rosettenkettenstich Durchgang 1 von 44 Durchgänge

Das Raster dient nur dazu, das Diagramm zu lesen. Dieser Stich wird nicht gezählt: Sticke ihn entlang einer auf den Stoff gezeichneten Linie, mit Stichen, deren Länge zu deinem Garn und zur Kurve passt.

Wofür man ihn braucht

Dekorative Bordüren und Einfassungen. Rund um einen Kreis gearbeitet strahlen die Schlingen aus, was eine schnelle Blume ergibt; in einer Linie gearbeitet wirkt er wie eine Perlenreihe.

Schritt für Schritt

  1. Zeichne zwei parallele Linien vor und arbeite von rechts nach links. Stich am rechten Ende an der oberen Linie aus. Lege den Faden als Schlinge, den zur Nadel gehenden Teil obenauf, und stich ein Stück links an derselben Linie ein. Stich an der unteren Linie, etwas rechts von der Einstichstelle, innerhalb der Schlinge aus. Zieh durch, aber nicht fest. Die Schlinge kreuzt sich oben selbst.
  2. Schiebe, ohne den Stoff zu berühren, nahe der Spitze unter das Bein, mit dem dieser Stich begann. Das verriegelt die Drehung. Lege dann die nächste Schlinge und stich an der oberen Linie eine Stichbreite weiter ein.
  3. Stich an der unteren Linie etwas rechts von der Einstichstelle innerhalb der Schlinge aus und schiebe unter den Faden, der diesen Stich mit dem letzten verbindet. Lege die nächste Schlinge und arbeite die Linien entlang weiter.
  4. Stich zum Beenden innerhalb der letzten Schlinge aus, schiebe noch einmal unter den Verbindungsfaden und stich an der oberen Linie ein.

Tipps und typische Fehler

  • Das Untergleiten unter der Spitze des Stichs vergessen: Die Schlinge sieht einen Augenblick richtig aus, legt sich dann hin, und der Zopf bildet sich nie.
  • Die Schlingen fest ziehen: Sie fallen zu dünnen Linien zusammen. Jede Schlinge soll rund bleiben, wie eine Perle.
  • Die Fäden oben verheddern lassen, weil der Faden zu weich ist: Ein fester gedrehter Faden wie Perlgarn hält die Form weit besser.